


Politik, was ist das eigentlich und was machen Abgeordnete in Berlin genau? Was man normalerweise höchstens aus dem Radio oder Fernsehen kennt, kann man vor Ort auch hautnah erleben, z.B. als Praktikant bei einem Abgeordneten des Deutschen Bundestages.
Neben der grauen Theorie der Uni und dem notwendigen Interesse, kam ich als Student schon mit der Jungen Union und dem RCDS in Kontakt. Der Schritt zur Bewerbung bei der Regierungsfraktion stand also fest. Anders als die meisten Praktikanten, habe ich mich etwa ein Jahr zuvor, nicht bei Dr. Fuchs selbst, sondern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion beworben.
Da ich Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaft studiere, konnte die Zusage zum Praktikum im Büro des Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Mittelstandssprecher Dr. Michael Fuchs nicht besser ausfallen.
Mit großer Neugier, vielen Gedanken und Erwartungen und ein kleinwenig Anspannung, zog ich also für neun Wochen nach Berlin und sollte mein Praktikum auch schon beginnen.
Der Erste Tag ist immer der Schwerste, könnte man meinen. Schwer war nur die Orientierung in den Gebäuden des Deutschen Bundestages. Die Begrüßung durch Herrn Volkert und die beiden Mitarbeiterinnen Fr. Kraus und Fr. Steger war sehr herzlich. „Blöde Fragen gibt es nicht“ und wenn einmal etwas nicht klappt, klappt es beim nächsten Mal bestimmt. Insofern wurde es mir einfach gemacht, mich auf die kommenden Herausforderungen zu freuen. Erst etwas später lernte ich die beiden Referenten Herr Dr. Heckel und Herr Dr. Hesselmann kennen.
Nach kurzer Vorstellung sollte der Montag schon gleich mit der Bürobesprechung beginnen, bei der Herr Dr. Fuchs mich persönlich begrüßte und schnell klar wurde: Hier wird einiges passieren. Der Kalender von Herrn Fuchs ist stets gefüllt. Drei verschiedene Abendtermine sind keine Seltenheit und, anlässlich aktueller Ereignisse, kann durchaus noch eine Ausschusssitzung um 1:00 Uhr morgens einberufen werden. Die Arbeitsbelastung eines Abgeordneten ist nicht zu unterschätzen.
Als Praktikant wurde mir ein Arbeitsplatz „Unter den Linden“ zur Verfügung gestellt. Nachdem ich etwas später auch einen persönlichen Hausausweis hatte, konnte die Arbeit auch schon beginnen.
Insgesamt vergingen die neun Wochen meines Praktikums sehr schnell und eine der großen Herausforderungen der ersten Tage, die Orientierung in den unterirdischen Gängen zwischen Reichstagsgebäude, Jakob-Kaiser-Haus, Paul-Löbe-Haus, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und Weiteren, fiel nach einer Woche nicht mehr schwer.
Meine Aufgaben waren sehr Vielfältig und brachten daher immer Neues mit sich. Gerade in einer sehr hitzigen Zeit der europäischen Schuldenkriese, wird viel von den Abgeordneten und ihren Mitarbeitern verlangt. Parlamentsdebatten, Ausschussarbeit, AG-Sitzungen, Fraktionssitzungen, Reden und Bürgeranfragen, sie alle wollen vorbereitet und gut recherchiert werden. Zwischendurch begleitete ich Dr. Fuchs zu Interviews bei der ARD oder Bloomberg, zum Polittalk im WDR oder bei Reden einzelner Verbände. Überall sieht man dabei interessante Persönlichkeiten bis hin zur Bundeskanzlerin. Nicht selten begegnet man auf dem Flur auch mal Peer Steinbrück oder Norbert Lammert.
Sehr lohnenswert waren darüberhinaus die vielen Veranstaltungen, an denen ich freiwillig nach Büroschluss, teilnehmen konnte. Verbände luden zum parlamentarischen Abend oder Maybrit Illner strahlte ihre 500. Sendung aus. Das politische Berlin beschränkt sich eben nicht nur auf den Deutschen Bundestag, sondern erweitert sich um seine vielen Akteure, wie Verbände, Auslandsvertretungen, Medien und viele Mehr.
Gelegentlich ergaben sich aus solchen Veranstaltungen auch Folgebesuche etwa im Wirtschafts- oder Verteidigungsministerium.
Mein Fazit nach neun Wochen als Praktikant im Büro von Dr. Fuchs fällt daher sehr eindeutig aus. Es bereichert auf unterschiedlichste Weise, nicht nur die Vorstellung von Politik in der Praxis, sondern erweitert darüberhinaus den persönlichen Horizont.
Für die Wertschätzung meiner Arbeit und das entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich herzlich bei Dr. Fuchs und seinen Mitarbeitern Hr. Volkert, Fr. Kraus, Fr. Steger, Hr. Dr. Hesselmann und Hr. Dr. Heckel bedanken.
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