


Berlin - Angesichts der Milliardenüberschüsse in der gesetzlichen Krankenversicherung hat sich der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs (CDU), gegenüber "Welt Kompakt" für eine Senkung des Krankenkassenbeitrags ausgesprochen.
Das Geld sei besser in den Händen der Beitragszahler aufgehoben als in den Händen der Krankenkassen. "Die Versicherten haben es eingezahlt, dann sollen sie es wiederbekommen", fügte Fuchs hinzu und verwies auf die positiven Folgen einer Beitragssenkung für die Binnenkonjunktur. Auch in der Renten- und der Arbeitslosenversicherung sollten so bald wie möglich die Beiträge gesenkt werden. Unterstützung bekommt Fuchs durch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. "Die gegenwärtige Entwicklung beweist, dass die Festschreibung des allgemeinen Beitragssatzes zum Januar 2011 mit 15,5 Prozent zu hoch erfolgte", sagte Hundt. "Die Konsequenz müsste deshalb sein, den Beitragssatz auf einem niedrigeren Niveau festzuschreiben." Etwas vorsichtiger äußerte sich der Präsident des Groß- und Außenhandelsverbands BGA, Anton Börner: Es müsse sich noch zeigen, ob die Überschusse der Krankenversicherung nur eine Momentaufnahme seien. "Sollte daraus ein Trend werden, müsste selbstverständlich über eine Senkung des Krankenkassenbeitrags nachgedacht werden, um die Lohnnebenkosten zu entlasten", sagte Börner.
(Quelle: www.welt.de)
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