


Es ist ein Bild mit Symbolkraft: Eine zerrissene EU-Flagge vor der Akropolis in Athen...
Endzeitstimmung in Griechenland, die Verhandlungen um den Schuldenschnitt stehen auf des Messers Schneide. Es geht um über 50 Mrd. Euro, die Banken der Regierung in Athen erlassen sollen.
Doch selbst der Schuldenschnitt dürfte die Griechen nicht mehr retten. Immer mehr Top-Politiker erwarten die Pleite – und halten sogar einen Euro-Austritt für möglich! Neelie Kroes, Vize der EU-Kommission: „Es wird immer gesagt, wenn man ein Land zum Ausstieg aufriefe, würde die gesamte Struktur zusammenbrechen. Das ist nicht wahr!“
CDU/CSU-Fraktionsvize Michael Fuchs zu BILD: „Griechenland kommt nur auf die Beine, wenn es wettbewerbsfähiger wird. Das geht entweder über massive Kostensenkungen – oder Euro-Austritt. Dann könnte das Land die Währung abwerten. Die Entscheidung liegt bei den Griechen selbst.“
Fuchs kritisiert, trotz Sparkurs häufe Griechenland immer neue Schulden an – weil die Regierung weiter mehr ausgibt als einnimmt. „Möglicherweise wird das Land um eine Pleite gar nicht herumkommen“, so Fuchs.
Seine Rechnung: Erlassen Banken Griechenland 75 % der Schulden, bleiben immer noch 235 Mrd. Euro Miese. Bei einem Billig-Zins (3 %) müssten die Griechen dafür 7 Mrd. Euro/Jahr zahlen. Zusammen mit dem regulären Defizit („Primärdefizit“) würde die Regierung 15 Mrd. Euro Schulden im Jahr machen.
Fuchs: „Die griechische Regierung müsste ihre Ausgaben um ein Drittel kürzen – dann würde sie ohne neue Schulden auskommen. Das halte ich aber für nicht durchsetzbar.“
(Quelle: www.bild.de)
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