


Aus einem 2000-Seelen-Dorf an der Mosel nach Berlin zu kommen mit seinen über drei Millionen Einwohnern, ebenso vielen Autos und noch mehr Baustellen, um dort ein Praktikum im Bundestag anzutreten, kann einen schon ein bisschen einschüchtern! Ich jedenfalls war sehr beeindruckt, als ich an meinem ersten Tag am Eingang des Jakob-Kaiser-Hauses, meiner zukünftigen „Wirkungsstätte“ für die nächsten sechs Wochen, stand und dort meinen Ausweis zur Kontrolle vorlegte.
Dank des herzlichen Empfangs durch die Mitarbeiter von Herrn Dr. Fuchs war die anfängliche Nervosität allerdings ebenso schnell wieder verflogen wie sie gekommen war. Genau genommen war dafür auch gar keine Zeit, denn nach einer kurzen Einweisung folgte für mich direkt der Sprung ins kalte Wasser: Da alle Mitarbeiter bei wichtigen Terminen waren, blieb ich im Büro, um die Anrufe für Herrn Fuchs entgegenzunehmen. Und so zeigte sich schon an meinem ersten Tag, was sich über die kommenden sechs Wochen bestätigen sollte: Dass mir von Herrn Fuchs und allen Kollegen ein großes Vertrauen entgegen gebracht wurde, dass ich sehr viel lernen und dass mir in der ganzen Zeit nicht eine einzige Sekunde langweilig sein würde!
Schon in den ersten Tagen bot sich mir die Möglichkeit, den ganzen beeindruckenden Regierungskomplex mit seinen unterirdischen Verbindungen kennenzulernen. Denn neben seinen anderen Aufgaben ist Herr Dr. Fuchs auch Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Das dazu gehörige Büro ist allerdings in einem anderen Gebäude und der gegenseitige Austausch zwischen beiden Büros daher mit einem gewissen Laufpensum verbunden. Dass der gut gemeinte Rat: „Nimm dein Handy mit und ruf uns an, wenn du dich verlaufen hast“ durchaus nicht als Scherz gemeint war, merkte ich recht schnell und war daher nach meinem ersten Gang schon etwas erleichtert, als ich das Büro ohne größere Schwierigkeiten gefunden hatte!
Nichts desto trotz lebte ich mich, vor allem dank der tollen Atmosphäre im Büro auch über die Arbeit hinaus, sehr schnell ein und erfuhr bald, was meine Aufgaben in den kommenden Wochen sein würden. Dazu gehörte unter anderem, Anfragen aus dem Wahlkreis zu beantworten, Besuchergruppen zu begleiten, über diverse Themen zu recherchieren, die Homepage zu aktualisieren, an verschiedenen Ausschusssitzungen teilzunehmen, Herrn Dr. Fuchs zu Presseterminen zu begleiten sowie Tagungen und Vorträge zu besuchen. Daneben durfte ich Plenarsitzungen des Bundestages live von der Besuchertribüne aus verfolgen und zusammen mit den anderen Mitarbeitern des Büros verschiedene Abendveranstaltungen besuchen. Zudem hatte ich das Glück, am Praktikantenprogramm der CDU und somit an vielen weiteren interessanten Veranstaltungen, Diskussionsrunden und Führungen teilnehmen zu dürfen.
Auch ein paar Kuriositäten hielt meine Zeit in Berlin für mich bereit: So war ich zum Beispiel bei einem Interview der Wochenzeitung DIE ZEIT für ein Portrait über Herrn Dr. Fuchs dabei und durfte den Fragen der Journalistin lauschen. Nicht im Traum wäre ich allerdings auf den Gedanken gekommen, mich ein paar Wochen später selbst in diesem Artikel wiederzufinden! Und spätestens, als ich bei meinen Gängen durch die Regierungsgebäude zufällig Bundesministern wie Philipp Rösler oder Dirk Niebel über den Weg lief, wurde der Ausdruck „Politik zum Anfassen“ für mich zur Realität.
In den sechs Wochen bot sich mir ein spannender Blick hinter die Kulissen der Bundespolitik und mich hat vor allen Dingen sehr beeindruckt, mit wie viel Leidenschaft und Engagement Herr Dr. Fuchs und seine Mitarbeiter sich jeden Tag aufs Neue für ihre Überzeugungen einsetzen (und das bei Arbeitstagen, die nicht selten von sieben Uhr morgens bis spät in den Abend gehen)! Umso bemerkenswerter war es für mich, wie viel Zeit sich jeder einzelne im Büro neben der eigenen Arbeit auch für mich nahm, sei es einfach nur um meine Fragen zu beantworten, mir die Teilnahme an einer besonderen Veranstaltung zu ermöglichen oder um mir Kaffeetassen von ZDF und Phoenix zu besorgen!
Hätte mir zu Beginn des Praktikums jemand gesagt, in welchem Tempo meine sechs Wochen in Berlin verfliegen würden, ich hätte es ihm wohl nicht geglaubt und so hieß es dann für mich auch viel zu schnell schon wieder Koffer packen.
Als Fazit bleibt mir, Herrn Dr. Fuchs und allen Mitarbeitern ein ganz großes Dankeschön zu sagen für eine unvergessliche Zeit in Berlin, die zwar nicht ausreichte, um aus mir einen Currywurst-Fan zu machen, in der ich aber tausend neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln konnte und die mir großen Spaß gemacht hat!
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