Unser Fuchs für Deutschland! Dr. Michael Fuchs
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23. Juni 2010

Joseph-Emanuel Freiherr von Boeselager

Sieben Wochen Praktikum im hohen Haus der Politik. Ein Praktikum, geprägt von wichtigen Entscheidungen und viel Bewegung. Mittendrin ein Praktikant, der stets dabei sein konnte und sich zu keinem Zeitpunkt als lästiger Praktikant fühlen musste.

Mein Praktikum im Büro von Herrn Dr. Fuchs begann am 12. April. Ich betrat ein Metier, dass ich mit großem Interesse verfolgt habe, mir aber bislang nur aus dem Fernsehen oder bestenfalls aus weiter Entfernung bekannt war. Plötzlich war ich also mittendrin und es sollte, wie sich in der Reflexion im Nachhinein herausstellte, die spannendsten sieben Wochen meines Lebens werden.

Die Finanzmärkte waren (weiterhin) angespannt und es drohte der Staatsbankrott einzelner Staaten. Es musste also innerhalb kürzester Zeit ein Rettungsschirm für Griechenland aufgespannt werden. Nebenher war aber ebenso das Tagesgeschäft aufrecht zu erhalten. Dies bedeutete, gemeinsam mit dem Büroleiter, Herrn Volkert, die Ausschusssitzungen zu besuchen. Darüber hinaus mussten Briefe geschrieben werden, recherchiert werden und Herr Fuchs musste für Vorträge und Präsentationen vorbereitet werden.

 

Ich wurde schnell davon überzeugt, dass die Politik ein selten ruhender Bereich ist. Es geht ständig von einem Termin zum nächsten, zur Fraktionssitzung und ins Plenum. Lediglich die Aschewolke eines unaussprechlichen isländischen Vulkans führte dazu, dass alles etwas gelähmt schien. Der Luftraum über großen Teilen Europas war nicht mehr zu benutzen. Es musste also alles mit ein wenig mehr zeitlichen Spielraum eingeplant werden. Eine Aufgabe, die Frau Steger neben ihren eigentlichen Sachgebieten mit Bravour meisterte.

 

Anfang Mai stand die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen an. Schon wieder ein Ereignis, dass ich bislang nicht so hautnah miterleben konnte. Für die CDU brachte die Wahl eine Niederlage, für alle weitere Parteien keinen Sieg. Im Endeffekt eine Patt-Situation, die in der Zwischenzeit zu einer Rot-Grünen Koalition unter Tolerierung der Linken geführt hat.

 

Eine unglaublich spannende Zeit die ich mindestens die spannendsten Wochen meines Lebens nennen kann, denn am Montag nach Ende des Praktikums trat auch noch Bundespräsident Horst Köhler von seinem Amt zurück.

 

Mein Praktikum im Büro von Herrn Dr. Fuchs waren wie geschildert sehr ereignisreich. Dies allein reicht aber noch nicht dazu, dass ich dieses Praktikum als großen Erfolg und persönliche Bereicherung für mich sehe. Mir wurde ein Einblick gewährt, der deutlich mehr ist als ich erwartet habe und was aus Erzählungen offenbar üblich ist. Maßgeblich dazu beigetragen haben Herr Volkert und Frau Steger, die deutlich über eine Standardleistung hinaus die Praktikantenbetreuung übernommen haben. Herr Fuchs bleibt mir als besonders guter Chef und begeisterungsfähiger Politiker in Erinnerung.

Lob und Dank für Herrn Dr. Fuchs und seiner Berliner Büromannschaft. Vielen Dank, es waren wirklich aufregende und empfehlenswerte Wochen bei Ihnen.


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