


Mein Engagement in der Kommunalpolitik und mein Studium der Volkswirtschaftslehre waren für mich nur zwei gute Gründe ein Praktikum im Büro von Dr. Michael Fuchs, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzenden des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu absolvieren.
Als kommunalpolitisch engagierter Mensch kennt man die politischen Strukturen vor Ort recht gut. Doch die Arbeit vor Ort wird auch entschieden durch die Bundespolitik beeinflusst. Daher war es für mich interessant, auch einen tieferen Einblick in die politischen Prozesse und in die Arbeitsweise des Parlamentes zu erhalten. Als Student der Volkswirtschaftslehre wiederum ist mir bewusst, dass das politische System eine bedeutsame Rolle ausübt und die Wirtschaftspolitik des Staates lenkend in das Wirtschaftssystem eingreift. Dies passiert nicht nur auf europäischer, sondern auch auf nationalstaatlicher Ebene.
Obwohl ich selbst nicht aus dem Wahlkreis von Herrn Fuchs stamme, sondern aus dem Nachbar-Wahlkreis, bewarb ich mich um ein Praktikum in seinem Berliner Büro. Michael Fuchs ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie, was meinen persönlichen Interessen und meinen universitären Kenntnissen entgegenkommt. Des Weiteren ist er stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss sowie im Petitionsausschuss und Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Die dazugehörigen Büroräume befinden sich jedoch in einem anderen Gebäude, als seine Abgeordnetenzimmer. Durch die unterirdischen Verbindungen ist aber eine gute Vernetzung der verschiedenen Gebäude ermöglicht und bietet einem direkt die Gelegenheit, das halbe Regierungsviertel kennenzulernen. Architektonisch ist das Regierungsviertel wirklich beeindruckend. Die Dimensionen sind einem aus dem Fernsehen nicht bewusst und auch erst nach einigen Tagen und zahlreichen Gängen per pedes durch die Katakomben und oberirdischen Spaziergängen wirklich klar.
Doch nicht nur die Wege sind verschachtelt, auch die Aufgaben während eines Praktikums bei einem Bundestagsabgeordneten sind durchaus vielseitig und damit abwechslungsreich: Neben der Korrespondenz mit Bürgern aus dem Wahlkreis zu verschiedensten bundespolitischen Themen oder wahlkreisrelevanten Themen, der Recherche von Informationen für die parlamentarische Arbeit (Vorbereitung der Inhalte für die Arbeitsgruppen und Ausschüsse) von Herrn Fuchs, hatte ich auch die Möglichkeit, an Ausschusssitzungen teilnehmen und Plenarsitzungen zu besuchen. Als Besucher zahlreicher Plenarsitzungen wird einem erst richtig bewusst, wie viele Gesetze, die uns täglich tangieren, dort auf den Weg gebracht werden. Das Praktikantenprogramm der CDU ermöglicht einem zudem, andere Praktikanten kennenzulernen und Vorträge und Abendveranstaltungen zu besuchen, um möglichst viele verschieden Eindrücke von seinem Praktikum in Berlin mitzunehmen. Deutlich zu erkennen ist jedoch der Unterschied zwischen sitzungsfreien Wochen, die Herr Fuchs größtenteils im Wahlkreis verbringt und Sitzungswochen, die dominiert werden von Arbeitsgruppen, Ausschusssitzungen, Engagement für den Parlamentskreis Mittelstand. Aber auch außerparlamentarischen Angelegenheiten wie die Wahrnehmung von Presseterminen nehmen einen großen Zeitraum ein.
Meine Praktikumszeit fiel in spannende und kontrovers diskutierte Wochen: Es tagte der Kundus-Untersuchungsausschuss, der den NATO-Luftangriff auf zwei Tanklastwagen in Afghanistan im September 2009 zum Gegenstand hatte. So konnte ich in einigen Sitzungen dabei sein, unter anderem die, als der frühere Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan, der Ex-Staatssekretär Peter Wichert und der ehemalige Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung als Zeugen zu den Ereignissen vernommen wurden.
Außerdem wurde in meiner Berliner Zeit ausführlich über den Haushalt beraten. Die hierzu stattfindenden Debatten konnte ich auf der Besuchertribüne verfolgen. Für mich als VWL-Student sind Haushaltsberatungen natürlich in besonderem Maße interessant. So war ich auch live dabei, als Herr Fuchs seine Rede zum Haushalt des Bundeswirtschaftsministeriums im Deutschen Bundestag hielt.
Insgesamt waren meine vier Wochen Praktikum eine abwechslungsreiche Zeit, die auch durch das Leben in der Großstadt Berlin positiv in Erinnerung bleiben werden.
Ich bedanke mich bei Herrn Fuchs und seinen Mitarbeitern für den freundlichen Umgang und für die Ermöglichung eines interessanten und lehrreichen Praktikums. Stets waren alle bemüht, einem die genauen Abläufe zu erklären und ließen einem die Möglichkeit, selbständig zu arbeiten. Hervorzuheben ist auch, dass es mir immer ermöglicht wurde, an Besichtigungen, Führungen oder Sitzungen teilzunehmen, um möglichst viel von der Atmosphäre Berlins und Arbeitsweise des Parlaments mitzunehmen. Vielen Dank!
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