


Durch mein Ingenieurstudium war mir schon früh die Tragweite politischer Entscheidungen für die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen in Deutschland bewusst. Die parlamentarische Arbeit näher kennen zu lernen und mir selbst ein Bild von der Arbeitsweise des Bundestages zu machen war daher auch Motivation für ein 4-wöchiges Praktikum in Berlin, welches mir durch Herrn Dr. Fuchs kurz vor der Sommerpause ermöglicht wurde.
Während dieser Zeit verfolgte ich den Weg vom Gesetzesentwurf zum verabschiedeten Gesetz aus nächster Nähe und bekam einen Eindruck davon, was es heißt als Abgeordneter in Berlin tätig zu sein. Arbeitsgruppen-, Ausschuss- und Plenarsitzungen sowie zahlreiche Vorträge, Gesprächs- und Interviewtermine prägen den Alltag von Dr. Fuchs in den Sitzungswochen, der durchaus von früh morgens bis nach Mitternacht gehen kann. Die sitzungsfreie Zeit verbringt Dr. Fuchs vorwiegend im Wahlkreis, wo er zahlreiche Termine wahrnimmt und aktiv den Austausch mit den Bürgern vor Ort sucht.
An meinem ersten Tag wurde ich von David Volkert, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter und Büroleiter von Herrn Dr. Fuchs, in Empfang genommen und dem gesamten Büro vorgestellt. Neben seiner Tätigkeit als Abgeordneter des Parlaments ist Dr. Fuchs stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den Bereich Wirtschaft und Technologie sowie Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand (PKM). Der PKM ist die größte soziologische Gruppe im Deutschen Bundestag mit über 140 Abgeordneten, die sich im Rahmen ihrer politischen Tätigkeit für die Interessen des deutschen Mittelstandes einsetzen. Da sich das Abgeordnetenbüro im Jakob-Kaiser-Haus befindet und das PKM-Büro im Paul-Löbe-Haus, wurde die Vorstellungsrunde dann auch spontan mit einer Besichtigung des Bundestages verbunden. Beeindruckend ist hier vor allem die Großzügigkeit des Gebäudekomplexes bei gleichzeitiger räumlicher Nähe, was architektonisch durch die unterirdische Vernetzung eines Großteils der Gebäude verwirklicht wurde.
Während meiner Zeit in Berlin hatte ich das Glück gleich drei Sitzungswochen mitzuerleben. In zahlreichen Sitzungen der fraktionsinternen Arbeitsgruppen und fraktionsübergreifenden Ausschüsse konnte ich mir so ein umfassendes Bild von der Arbeitsweise des Deutschen Bundestages machen. Schon in meiner ersten Woche nahm ich an Sitzungen der Arbeitsgruppe und des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie teil und verfolgte eine öffentliche Anhörung geladener Sachverständiger zum Thema „Wirtschaftspolitik für mehr Wachstum und Beschäftigung in der Europäischen Union“. Die Mitglieder des Ausschusses tauschten sich über verschiedene Möglichkeiten zur Ankurbelung der Binnenwirtschaft aus und nutzten die Möglichkeit zur Diskussion der Konsequenzen ihrer geplanten Entscheidungen mit den geladenen Experten.
Die Sitzungswochen beginnen in der Regel mit den Arbeitsgruppen- und Ausschusssitzungen zur Vorbereitung des Plenums. Zudem kommen die Abgeordneten in einer Fraktionssitzung am Dienstagnachmittag und weiteren Gremien zu Diskussion und Meinungsaustausch zusammen, bevor das Plenum dann von Mittwoch bis Freitag tagt. Kennt man aus dem Fernsehen die Bilder des fast leeren Plenarsaals bei übertragenen Debatten, so liegt dies daran, dass meist nur die Arbeitsgruppen des jeweiligen Fachbereichs an den Debatten und Abstimmungen teilnehmen. So ist auch das Ergebnis der Abstimmungen nach den vorangegangenen Beratungen in Arbeitsgruppen und Ausschüssen in vielen Fällen bereits absehbar.
Bei namentlichen Abstimmungen oder Regierungserklärungen kommt der Bundestag in der Regel als Ganzes zusammen. So auch am 30. Juni, als die Bundesversammlung in spannenden drei Wahlgängen Christian Wulff zum neuen Bundespräsidenten wählte. Die ganze Sitzungswoche war von der Bundespräsidentenwahl geprägt und gemeinsam verfolgten wir aus nächster Nähe die Wahlgänge.
In der weiteren Praktikumszeit besuchte ich die Arbeitsgruppe Tourismus sowie eine öffentliche Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales zum Thema Leiharbeit. Zudem nahm ich an einer Fraktionssitzung der CDU/CSU-Fraktion teil und verfolgte in mehreren Plenumssitzungen eine Regierungserklärung von Bundeswirtschaftsminister Brüderle mit anschließender Debatte sowie Kerndebatten zur Energie- und Gesundheitspolitik. Weitere Highlights waren der Besuch des Bundeskanzleramtes mit anschließendem Fototermin bei der Bundeskanzlerin und eine Besichtigung des Bundesrates.
Ich begleitete Herrn Dr. Fuchs auf diverse Vorträge und Interviewtermine, so z.B. zum Radio und dem ARD-Morgenmagazin, und nahm an der Rohstoffkonferenz der CDU/CSU-Fraktion teil. Die Zeit vor der Sommerpause bot zudem die Möglichkeit auf zahlreichen Sommerfesten von Fraktion und Verbänden viele neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam den Tag mit dem Büro ausklingen zu lassen, obwohl auch hier stets weiter Politik im Mittelpunkt stand.
Neben dem Besuch von Veranstaltungen und Sitzungen umfassten meine weiteren Tätigkeiten die Erstellung von Gesprächsnotizen zur Vorbereitung von Terminen, die Bearbeitung von Bürgeranfragen und das Anfertigen von Themenpapieren. So bestand ein Großteil meiner Arbeit aus Recherche und der schriftlichen Ausarbeitung. Hierbei erwiesen sich die online-basierten Datenbanken des Bundestages und der CDU/CSU-Fraktion als wahre Goldgrube. Übersichtlich aufbereitet finden sich hier zahlreiche Informationen rund um die Arbeit der Arbeitsgruppen und Ausschüsse sowie öffentliche Stellungnahmen der Fraktion.
Die vier Wochen im Büro von Dr. Fuchs haben mir einen spannenden Einblick in den politischen Alltag ermöglicht und sind leider viel zu schnell vergangen. Die gute Stimmung im Team und die Möglichkeit sich über die normalen Praktikantentätigkeiten hinaus einbringen zu können taten ihr Übriges, dass ich die Zeit in Berlin so schnell nicht vergessen werde. Für die schöne gemeinsame Zeit bedanke ich mich sehr herzlich bei Herrn Dr. Fuchs und seinen Mitarbeitern und freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in der Hauptstadt.
Das Statistische Bundesamt hat am Dienstag neue Quartalszahlen zum wirtschaftlichen Wachstum in Deutschland vorgelegt. Dazu sowie zum Antrittsbesuch des neuen französischen Staatspräsidenten François Hollande in Deutschland erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs: […] Mehr...
Michael Fuchs im Gespräch mit Tobias Armbrüster
Seine Partei habe in NRW "viel falsch gemacht", sagt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs. Es sei "insgesamt nicht gelungen, unsere Kompetenz darzustellen". Daran müsse auch im Bund gearbeitet werden. Die Erfolge etwa im Bereich der Wirtschaft müssten klarer kommuniziert werden. […] Mehr...
Über Norbert Röttgens Scheitern ist in der Branche niemand traurig. Industriechef Keitel rät der CDU sich mit ihren Stammwählern zu versöhnen. Die FDP erhält derweil Lob. […] Mehr...