Unser Fuchs für Deutschland! Dr. Michael Fuchs
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29. Juni 2009

Bulcsu Hunyadi, Praktikum in einer sehr spannenden Zeit!

Als Ausländer hat man fast keine Chance, im Deutschen Bundestag ein Praktikum zu machen. Es gibt nur sehr wenige, denen es ermöglicht wird, in die Arbeit dieser wichtigen parlamentarischen Institution einen Blick zu werfen, und sich mit Erfahrungen durch das Bundestagspraktikum zu bereichern.

 

Zwischen März und Juli 2005 hatte ich das Glück, am Internationalen Parlaments-Praktikum des Deutschen Bundestages teilzunehmen, in dessen Rahmen ich dreieinhalb Monate im Büro von Herrn Dr. Fuchs arbeitete.

Die Arbeitsbedingungen im Büro waren optimal. Herr Dr. Fuchs und seine zwei Mitarbeiterinnen, Frau Stüben und Frau Steger, waren vom ersten Augenblick an sehr nett und offen, sie halfen mir gerne bei meinen Fragen und Problemen. Als Praktikant wurde ich in die Arbeit des Büros vollständig integriert. Dies galt sowohl für die Arbeitszeiten als auch für die Aufgaben. Ich hatte mein eigenes Praktikantenzimmer, aber in sitzungsfreien Wochen, wenn Herr Dr. Fuchs im Wahlkreis oder unterwegs war, arbeitete ich in seinem Büro. Zu meiner Arbeit gehörten unterschiedliche Aufgaben. Das Spektrum reichte von der alltäglichen normalen Büroarbeit wie Telefonaten, Beantwortung von Bürgerbriefen und Emails, Bereitstellung von Dokumenten und Akten, Vorbereitung der Ausschusssitzungen bis hin zu Recherchenaufgaben, Vorbereitung von Reden und Konferenzen. Außerdem wirkte ich auch an der Gestaltung der Webseite von Herrn Dr. Fuchs mit. Die Aufgaben waren also vielfältig und ermöglichten einen Einblick in alle Bereiche der parlamentarischen Arbeit. Obwohl ich mich für das Thema, mit dem Herr Dr. Fuchs sich vor allem beschäftigt (Wirtschaft und Arbeit), nicht so sehr interessierte, fand ich es sehr nützlich, an den Ausschuss- und Arbeitsgruppensitzungen teilzunehmen. Ein ganz neues Gebiet war für mich das Thema Bürokratieabbau, das einen großen Teil der Arbeit von Herrn Dr. Fuchs ausmacht. In den Sitzungen der Arbeitsgruppe Bürokratieabbau hatte ich das Protokoll zu führen und hörte den Vorschlägen und den Vorhaben der Teilnehmer interessiert zu.

Ein besonderes Merkmal meines Praktikums war die Zeit selber, in der ich in Berlin war. Ich konnte aus der unmittelbarsten Nähe jene spannenden Diskussionen und Themen verfolgen, wie die Ratifikation des europäischen Verfassungsvertrages, die Anhörungen des Visauntersuchungsausschusses, die Landtageswahlen in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen und die Frage der vorgezogenen Neuwahlen zum Deutschen Bundestag. In allen diesen Fragen spielte der Bundestag eine Schlüsselrolle, und man konnte während der Arbeit spüren, dass es sich etwas wirklich bewegte, worauf man auch Einfluss hatte. Die Nachrichten, die man täglich im Fernsehen sah und in den Zeitungen las, hatten ihre Quelle in den Räumen und Büros des Bundestages, durch die ich jeden Tag lief. In den Fluren des Bundestages begegnete ich plötzlich Politikern, die ich vorher nur vom Fernsehen kannte, und die in den Medien ständig zitiert wurden. Die spannendste Zeit fing zweifellos Ende Mai an, als der Bundeskanzler die Neuwahlen verkündete. Im Laufe der nächsten Monate bereiteten sich die Parteien und die Kandidaten auf die Wahlen vor, sie erarbeiteten die Programme und setzten ihre Kampagne in Gang. Diese Ereignisse veränderten auch die Arbeit unseres Büros und machten mich mit den Methoden und Strategien eines Wahlkampfs bekannt.

Im Rahmen des Praktikums hatte ich auch die Möglichkeit, viele Sachen zu tun, die unmittelbar nicht zu meinen Aufgaben gehörten. So nahm ich unter anderem an den Sitzungen des Untersuchungsausschusses und anderer Ausschüsse oder Arbeitsgruppen teil, in denen Herr Dr. Fuchs nicht Mitglied war, und besuchte Konferenzen und Diskussionsabende, über die ich durch ihn informiert wurde.

Dass ich mein Praktikum so mannigfaltig gestalten konnte, lag vor allem am Verständnis und Hilfsbereitschaft von Herrn Dr. Fuchs und seiner Mitarbeiterinnen. Sie halfen mir, die interessantesten Geschehnisse aufzudecken und ermöglichten mir die etwas flexiblere Gestaltung meiner Arbeitszeit. Dank ihnen herrschte im Büro ruhiges und fröhliches Klima, in dem die Arbeit Spaß machte.

 

Bulcsú Hunyadi

Budapest, am 16. Oktober 2005


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