Unser Fuchs für Deutschland! Dr. Michael Fuchs
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25. Juni 2009

Miriam Kröber, Einmal mittendrin!

Getreu diesem Motto verlief mein fünfwöchiges Praktikum im Bundestagsbüro von Herrn Dr. Fuchs im August und September 2004. In diesen aufregenden Wochen bekam ich die abwechslungsreiche Parlamentsarbeit hautnah zu spüren. Nicht nur, als ich als Zuschauerin bei Plenardebatten direkt über den Köpfen der Abgeordneten auf der Tribüne schwebte, sondern bei den vielen Treffen der Arbeitsgruppen und Ausschüsse, bei denen ich auch stets live dabei sein konnte. Doch wer glaubt, der Tagesablauf habe sich mit ein paar Sitzungen erledigt, der verkennt die Arbeit eines Abgeordneten. Doch wie sieht so ein Tag im Leben eines Abgeordneten aus?

Der Tag beginnt schon früh, meist um acht Uhr im Büro. Und dann stehen alle möglichen Termine an. Wenn ich vorher gefragt worden wäre, was ein Abgeordneter den ganzen Tag so macht, wären mir zwar auch einige Termine, wie Sitzungen mit der Landes- oder Arbeitsgruppe, dem Ausschuss, den Arbeitskreisen und nicht zuletzt die Debatten im Plenum des Bundestages eingefallen, aber dass es da noch so viel mehr gibt, hätte ich nicht gedacht. Da Herr Dr. Fuchs sich auf die Bereiche Wirtschaft und Bürokratieabbau spezialisiert hat, befassten sich die meisten Termine mit diesen Themen. So gab es Treffen mit verschiedenen Verbänden, Anhörungen von Expertengruppen zu bestimmten Gesetzesvorlagen und weiteren Gruppen, die alle meist mit Energie- und Wirtschaftspolitik zu tun haben. Da ich zu fast allen Treffen mitkommen konnte, merkte ich schnell, wie komplex die Arbeit von Herrn Fuchs und den anderen Abgeordneten ist. Allein auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik gibt es so viele Aspekte, die man bedenken muss, wenn man etwas verändern will und darüber hinaus muss auch bedacht werden, dass mit jeder neuen Entscheidung neue Gegner entstehen, die von der alten Regelung profitiert haben. Da im Parlament und sogar auf der kleineren Ebene, der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fast alle Meinungen vertreten sind, kann man sich vorstellen, dass es einfach seine Zeit braucht, um alle Meinungen anzuhören und einen Kompromiss zu finden. So ist das aber nun mal in einer Demokratie, die von der ständigen Kompromissfindung lebt.

Auch abends ist ein Abgeordneter immer beschäftigt, denn es gibt eine Fülle von Veranstaltungen, die alle gerne Herrn Dr. Fuchs als Gast begrüßen möchten. Da ich bei einigen Treffen abends dabei war, kann ich sagen, dass auch dabei nicht immer entspannt gefeiert oder geredet wird, denn auch dort wird noch oft über die Arbeit gesprochen und Kontakte werden geknüpft und gepflegt.

Der andere Schwerpunkt in der Bundestagsarbeit von Herrn Fuchs ist der Bürokratieabbau. Da er diese Arbeitsgruppe persönlich leitet, konnte ich dort die meisten Einblicke gewinnen. So half ich bei der Vorbereitung der Treffen mit und protokollierte die Sitzungen. Das Thema Bürokratieabbau wird von allen gefordert, doch ist es eine ungeheure schwere Aufgabe bei den Mengen an Gesetzen und Verordnungen, die es gibt, zu überblicken, welche unnütz sind, oder welche den Menschen doch Sicherheit bieten. So gab es in der Arbeitsgruppe viele Diskussionen, die inhaltlich oft in Details gingen, so dass ich immer wieder von dem großen Wissen der Abgeordneten verblüfft wurde.

Doch natürlich sind die Abgeordneten dabei auch auf die gute Zuarbeit ihres Büroteams angewiesen. Frau Stüben und Frau Steger waren immer engagiert bei der Sache, sei es bei der Verwaltung, bei der Recherche oder bei allem, was so anfällt. Für mich waren beide immer da und ich konnte sie immer fragen, wenn ich irgendwelche Fragen hatte oder bei Recherchen nicht weiterkam. Denn meine Hauptaufgabe war meist die Recherche von Informationen. Und dabei lernt man, wen man zu welchem Thema anrufen oder anmailen muss, um eine gewünschte Information zu bekommen. Dabei habe ich am meisten erfahren, wie die alltägliche Arbeit im Parlament abläuft.

Da mein Praktikum während der Semesterferien stattfand, waren außer mir, noch eine Fülle weiterer Praktikanten im Paul-Löbe-Haus. Allein bei der CDU/CSU waren über 150 Praktikanten aktiv, so dass die Fraktion angesichts dieser Größenordnung ein Programm für uns organisiert hatte. So konnte ich jeden Tag in einer Gruppe von Praktikanten mit Abgeordneten oder Referenten diskutieren oder Besichtigungen rund um den Bundestag und Berlin machen. Highlights waren dabei die Diskussionen mit Frau Merkel, Herrn Schäuble und mit Herrn Kauder, bei denen wir persönlich Fragen stellen konnten und die sich ernsthaft mit uns beschäftigten. Bei diesen Treffen hatte ich dann auch Gelegenheit, andere Praktikanten kennen zu lernen und mich mit ihnen über die Bundestagsarbeit auszutauschen. Auch sie berichteten von jungen, engagierten Mitarbeitern und ich merkte immer deutlicher, dass der Bundestag voller junger und dynamischer Menschen steckt, die alle etwas bewegen und gestalten möchten und die schon fast "bundestagssüchtig" sind. Denn das habe ich schnell herausgefunden: Die Arbeit dort macht einfach wahnsinnig viel Spaß und so nah am Puls der Zeit und des politischen Lebens zu sein, ist richtig spannend.


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