Unser Fuchs für Deutschland! Dr. Michael Fuchs
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30. Dezember 2009

Matthias Fett

Nachdem Dr. Michael Fuchs zwei Tage zuvor zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt worden war, begann ich am 16.11.2009 mein 5-wöchiges Praktikum in Berlin.

Nachdem David Volkert, der Büroleiter von Herrn Dr. Fuchs, mich am Westeingang des Paul-Löbe-Hauses, indem das Berliner Abgeordnetenbüro beheimatet war, in Empfang genommen hatte, stellte er mich Ulla Steger vor. Die beiden sind wissenschaftliche Mitarbeiter, wobei sich David als Politikwissenschaftler und Ulla als Wirtschaftsjuristin optimal ergänzen. Durch das freundliche und herzliche Auftreten der beiden mir gegenüber war meine nicht zu verbergende Nervosität schnell überwunden und ich konnte in den täglichen Arbeitsablauf integriert werden.

Dieser stellte sich mir jedoch weitaus vielfältiger da, als ich ihn erwartet hatte. Jeden Tag musste ein hoher organisatorischer Aufwand betrieben werden um alle Termine und Anliegen von Dr. Fuchs zu bearbeiten. So erreicht ihn jeden Tag mehrere Anfragen von Journalisten und Einladungen zu politischen Veranstaltungen und Diskussionen, die er, soweit es sein sehr eng gesteckter Zeitplan zulässt, wahrzunehmen versucht. Ein knappes Dutzend Termine an einem Tag sind dabei keine Seltenheit!

Besonders interessant ging es in den Sitzungswochen zu, in denen ich neben der Arbeitsgruppe Wirtschaft auch den Ausschuss für Wirtschaft und Technologie besucht habe. Darüber hinaus konnte ich einer Befragung von Sachverständigen zur erwartenden konjunkturellen Entwicklung beiwohnen. Als Student der Volkswirtschaft war es beeindruckend, wie fachkompetent und detailliert sich der Ausschuss mit den Belangen der deutschen Wirtschaft auseinandersetzt und versucht, eine erfolgreiche Strategie für Deutschland zu erarbeiten.

Ein weiteres Highlight war der Besuch einer Fraktionssitzung, an der ich mit anderen Praktikanten teilnehmen konnte. Es ist schon sehr spannend, die Kanzlerin und andere Politprominenz, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, aus nächster Nähe zu erleben.

Auch das Plenum konnte ich zweimal live erleben. So konnte ich zum Beispiel einer Rede von Verteidigungsminister zu Guttenberg zum Afghanistaneinsatz der Bundeswehr und der anschließenden Diskussion folgen, bevor ich mich wieder den Aufgaben im Büro widmete, auf denen ja neben diesen aufregenden Erlebnissen mein Hauptaugenmerk lag.

So durfte ich mich bei der Bearbeitung von Bürgeranfragen konstruktiv einbringen und Recherchearbeiten zu den verschiedensten Themen erledigen. Auf diesem Weg konnte ich mich in mir bisher unbekannte Themenkomplexe einlesen und erlangte einen Einblick in das vielfältige Arbeitsfeld eines Abgeordneten und dessen Mitarbeitern. Es ist schon beeindruckend, wie diese es von Tag zu Tag schaffen, allen ihren Aufgaben gerecht zu werden, denn es sollte in der letzten Woche noch eine logistische Meisterleistung folgen.

In der letzten (Sitzungs-)Woche vor Weihnachten folgte nämlich noch der Umzug in ein größeres Büro in das benachbarte Jakob-Kaiser-Haus. Dieser wurde fast komplett an einem einzigen Vormittag realisiert, um arbeitsfähig zu bleiben und damit Dr. Fuchs seine Aufgaben wie gewohnt wahrnehmen konnte.

Letztendlich kann ich sagen, dass mir die Zeit in Berlin sehr viel Spaß gemacht hat und dass ich von einem tollen Team sehr gut in die politische Arbeit eingeführt wurde und mich so zu jeder Zeit mehr als wohl fühlte. Einen Einblick in den „politischen Alltag“ zu erhalten war ein echtes Erlebnis für mich und ich kann jedem, der sich für Politik interessiert, ein solches Praktikum nur empfehlen.


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